Informationen und Berichte rund ums Tier
Haustiere und ihre Menschen
Deutschlandweit gibt es über 4.100 Zoofachgeschäfte, die Kleintiere, Reptilien und Fische sowie Tiernahrung und entsprechendes Zubehör für Haustiere zum Kauf anbieten. 2009 wurde im Bereich Heimtierbedarf ein Umsatz von 2.694 Millionen Euro verzeichnet. Laut des „Industrieverbands Heimtierbedarf“ wird in den Zoohandlungen weniger Tiernahrung als Zubehör verkauft. Die Zoohandlungen verfügen über eine große Auswahl an lebenden Tieren, darunter meist Reptilien wie Schlangen, Spinnen und Leguane sowie Kleintiere wie Meerschweinchen, Kaninchen und Hamster. Natürlich erhalten Sie in den Zoohandlungen auch viele verschiedene Vögel, wie Wellensittiche, Papageien und Kanarienvögel. Die meisten Zoofachgeschäfte besitzen auch eine sehr gut ausgestattete Aquaristikabteilung, in der Sie Terrarien, Aquarien sowie die dazu passenden Süß- und Salzwasserpflanzen und Fische kaufen können. Neben lebenden Tieren gibt es in der Zoohandlung selbstverständlich auch alles was Sie für die Pflege und Versorgung Ihres Haustieres benötigen. So erhalten Sie in jedem Zoofachgeschäft Katzen- und Hundefutter, Kleintier- und Fischfutter, Hundespielzeug, Hundehalsbänder- und leinen, Kratzbäume, Körbchen sowie Vogel- und Hamsterkäfige und vieles mehr. In den Zoohandlungen finden daher sowohl Katzen- und Hundeliebhaber als auch Tierfreunde, Tierzüchter und Kleintierfans immer das richtige Zubehör und Futter für ihr Haustier.
Tiere waren damals und sind heute noch die treusten Begleiter des Menschen
Die Haltung von Haustieren begann bereits nach dem Ende der Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren. Damals hielten sich die die Menschen meist Wildschweine, Ochsen und Wölfe als Nutztiere. Die Heimtierhaltung begann ebenfalls schon mehrere Hundert Jahre vor Christus, denn bereits die alten Ägypter hielten sich Katzen und verehrten sie als Gottheiten. Auch der Hund gehört zu den ersten Tieren, die domestiziert wurden. Man fand sogar Hinweise, dass die Domestizierung des Hundes bereits 13.000 v. Chr. stattgefunden hat. Die Nutzung von Schweinen, Rindern und Schafen als Haustiere begann circa 8.000 v. Chr. in Vorderasien. Im Laufe der Jahrhunderte verbreitete sich die Haustier- und Nutztierhaltung auf allen Kontinenten und in allen Kulturen. Der „Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands“ gab an, dass 2009 in jedem dritten deutschen Haushalt mindestens ein Haustier gehalten wurde. Abgesehen von Fischen und Reptilien gab es 2009 deutschlandweit rund 23 Millionen Haustiere, darunter 5,4 Millionen Hunde, 8,2 Millionen Katzen, 3,4 Millionen Vögel und 5,6 Millionen Kleintiere. Daher gehört der Bereich der Haustierhaltung auch zu den bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren in Deutschland.
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
sicherlich haben Sie die aktuelle Berichterstattung in den Medien über den Antibiotika-Einsatz in der Geflügelwirtschaft verfolgt.
Nachfolgend finden Sie Antworten auf mögliche Verbraucherfragen zu diesem Thema:
- Können in Heimtiernahrung mit Geflügel Antibiotika-Rückstände enthalten sein?
Die Rohstoffe von Geflügel in Heimtiernahrung stammen ausschließlich von Tieren, die bei der Schlachtung als tauglich für den menschlichen Verzehr beurteilt wurden. Sie unterliegen somit genau denselben Rückstandskontrollen wie Lebensmittel vom Geflügel. Nach dem Einsatz von Antibiotika dürfen die Tiere nicht vor Ablauf einer jeweils festgelegten Wartezeit geschlachtet werden. Bis dahin werden die Antibiotika vom Tier ausgeschieden. Um dies sicherzustellen, werden an den Schlachthöfen sogenannte Hemmstofftests durchgeführt. Bei einer bestimmungsmäßigen Anwendung von Arzneimitteln mit antibiotischer Wirkung sind in Lebensmitteln vom Geflügel nach Ablauf der Wartefrist keine gesundheitlich bedenklichen Mengen von Rückständen vorhanden (Bundesinstitut für Risikobewertung, BfR, 21.12.2011). Deshalb geht es in der aktuellen Diskussion um den Antibiotika-Einsatz in der Geflügelwirtschaft thematisch auch gar nicht um Antibiotika-Rückstände im Geflügelfleisch. Es geht vielmehr um Bakterien, in den Geflügelbeständen, die gegen Antibiotika Resistenzen bilden können. - Was bedeutet Antibiotika-Resistenz?
Bakterien können gegen bestimmte Antibiotika unempfindlich sein, man spricht dann von einer Antibiotika-Resistenz. Die Bakterien haben vielfältige Mechanismen entwickelt, um unempfindlich (resistent) gegen Antibiotika zu werden. Es ist davon auszugehen, dass der therapeutische Einsatz von Antibiotika in der Tierproduktion zur Resistenzentwicklung und insbesondere zur Ausbreitung von resistenten Keimen beiträgt.
Aus diesem Grund sollte der Antibiotika-Einsatz in der Tierproduktion auf das unbedingt notwendige, therapeutische Maß beschränkt werden (BfR, 21.12.2011). Dieser Meinung des BfR schließen wir uns als Hersteller von Heimtiernahrung mit Geflügelprodukten uneingeschränkt an. - Können sich Heimtiere durch den Verzehr von Futtermitteln mit Geflügelprodukten mit antibiotikaresistenten Keimen infizieren?
Ebenso wie im Bereich der menschlichen Nahrung ist auch bei Tiernahrung ein wirksamer Schutz vor Keimen, die gegen Antibiotika resistent sind, durch die Erhitzung der entsprechenden Nahrungsmittel auf >70 °C gegeben. Unsere Trockennahrung wird während des Herstellungsprozesses (Extrusion) sogar auf über 90 °C erhitzt. Gleiches gilt natürlich auch für die Feuchtnahrung (Dosen). Eine Infektion des Heimtieres mit antibiotikaresistenten Keimen über den Verzehr von extrudierter Trockennahrung oder Dosennahrung ist daher absolut auszuschließen.